Ev. Religionslehre / Biologie | Was darf der Mensch? – Medizinethische Problemfelder
Die Schülerinnen und Schüler eruieren auf der Grundlage von ethischen Konstrukten und Theorien, inwiefern Verfahren, Methoden und Möglichkeiten der Medizin und der Forschung ethisch zu rechtfertigen sind. Dabei sollen sowohl die maßgeblichen Theorien der christlichen und nicht-christlichen Ethik im Fokus stehen, als auch die Reflexion über daraus resultierende Verhaltensweisen. Darüber hinaus sollen die Schülerinnen und Schüler auch aus dem Blickwinkel der Medizin Verfahren und Methoden kennenlernen, um wissenschaftliche Möglichkeiten mit in die Überlegungen einfließen zu lassen. Das Seminar versteht sich als interdisziplinär, da sowohl der medizinische (biologische) Bereich als auch die Ethik zum Tragen kommen sollen.
Mögliche Themen:
- Der Mensch als Ersatzteillager - Organspende – Widerruf oder Freiwilligkeit? Welcher Weg ist der richtige?
- Der Traum vom perfekten Kind - PID – Chancen und Risiken
- Der selbstbestimmte Mensch – Die Bedeutung der Patientenverfügung
- Die aktive Sterbehilfe in der Schweiz (an einem Beispiel) – eine ethische Auseinandersetzung
- Palliativmedizin – Beleuchtung einer medizinischen Entwicklung aus ethischer Sicht
- Sind wir Schöpfer? Was kann die Genetik und was darf sie?
- Nichts ist so gut wie ein guter Arzt! – Die Bedeutung des Arzt-Patienten-Verhältnisses
- Ethische Positionen zur Abtreibung
- Darf der menschliche Embryo ein Rohstoff für die Industrie werden?
- Wem helfe ich zuerst? Ethisch richtiges Verhalten bei Katastrophen / Epidemien …
- Der Patient als Versuchsobjekt – klinische Studien zur Erprobung von Medikamenten und deren ethische Bewertung
- Der gläserne Mensch – Chancen und Risiken der DNA Entschlüsselung
Hinweis: Dieses Seminar kann nur durch Schülerinnen und Schüler gewählt werden, die den Religionsunterricht besuchen. Die Konfession spielt hierbei keine Rolle.

