Latein | Das Fortleben griechisch-römischer Mythologie in modernen Medien
Der Dichter Tibull bezeichnete Rom bereits im 1. Jahrhundert v. Chr. als ewige Stadt. Doch nicht nur die Stadt, sondern auch die griechisch-römische Mythologie scheint ewig zu sein: In Literatur, Kunst, Film und Theater, ja sogar in Videospielen haben mythologische Figuren und Geschichten nach wie vor großen Einfluss. In diesem Seminar wollen wir unterschiedliche Rezeptionsdokumente unter die Lupe nehmen und mit ihren antiken Vorlagen vergleichen. Wir werden beispielsweise herausfinden, warum die Figur Remus Lupin aus der Harry Potter Reihe nicht zufällig so heißt und nach welchen antiken Vorbildern Katniss Everdeen aus den Tributen von Panem gestaltet ist. Wir werden untersuchen, wie frei Videospiele wie Assassin’s Creed Odyssey mit antiker Mythologie hantieren. Dabei werden wir wissenschaftliche Werkzeuge kennenlernen, mit denen wir unterschiedliche Adaptionsweisen nachvollziehen und Rezeptionsdokumente kritisch betrachten können. Die Auswahl der Rezeptionsdokumente kann aufgrund der großen Bandbreite auf die Interessen der Seminarteilnehmer*innen abgestimmt werden.
Das Seminar ist auch für Schüler*innen offen, die Latein nicht als zweite Fremdsprache gelernt haben.
Mögliche Themen einer Seminararbeit:
- Antike mythologische Motive in J. K. Rowlings Harry Potter (Anm.: Weitere Eingrenzungen möglich!)
- Die moderne Adapation des Sphinx-Mythos anhand ausgewählter Beispiele
- Antike mythologische Figuren im Marvel-Universum – eine kritische Betrachtung
- Antike mythologische Motive in Suzanne Collins’ Die Tribute von Panem
- W. Petersens Troja – ein kritischer Vergleich mit antiken Vorlagen
- Adaption griechisch-römischer Mythologie in Rick Riordans Percy Jackson – Diebe im Olymp
- Disneys Hercules – ein kritischer Vergleich mit antiken Vorlagen
- Ovids Metamorphosen in der bildenden Kunst des 20. und 21. Jahrhundert
Kunst | Das künstlerische „Selfie“: Analyse von Selbstdarstellungen in der Kunst mit dem Ziel einer eigenen praktischen Umsetzung
Mein künstlerisches „Selfie“ – Betrachtung verschiedener Ansätze von Selbstdarstellungen in der Kunst. In diesem Seminar wird ein Überblick über die Aspekte von Selbstdarstellungen erarbeitet: Neben der Art des Ausdrucks werden auch unterschiedliche künstlerische Methoden betrachtet. Ziel ist es im Rahmen einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit einem selbstgewählten Thema auch eine eigene künstlerische Selbstdarstellung zu entwerfen.
Mögliche Themen einer Seminararbeit:
- Das künstlerische Selbstportrait im Wandel der Zeit
- Die ersten Selfies – Betrachtung der Selbstinszenierung Dürers
- Das Selbstportrait am Beginn der Moderne
- Selbstdarstellungen im Expressionismus
- Betrachtung verschiedener Aspekte der Aussagen von Selbstdarstellungen
- Gegenüberstellung von Selbstportraits unterschiedlicher künstlerischer Methoden
- Ausdruck von Zeitgeist in der Kunst – Betrachtung aktueller künstlerischer Selbstdarstellungen
- Längsschnitt von Selbstportraits anhand eines ausgewählten Künstlers