Geschichte

Die Geschichte ist die Lehrmeisterin der Menschheit, und wenn sie es nicht wird, so tragen die Jugendlehrer der Geschichte die Schuld.“

(Johann Friedrich Herbart (1776-1841), deutscher Pädagoge und Philosoph)

 Aus dem Vergangenen lernen, die Gegenwart reflektiert zu betrachten und zu gestalten und kluge Visionen für die Zukunft zu entwickeln gehen Hand in Hand. Denn „um die Zukunft mitzugestalten, bedarf es der Erkenntnis, dass die Gegenwart historisch bedingt ist.“ (Lehrplan Gymnasium Bayern) Die Beschäftigung mit unserer Geschichte trägt darüber hinaus besondere Verantwortung für die Ausbildung unserer Kinder zu freien, selbstbestimmten Menschen und aktiven Mitgliedern und Mitgestaltern einer wertebasierten, toleranten und demokratischen Gesellschaft.

Nicht das Faktenlernen steht daher im Vordergrund, sondern die Erforschung unterschiedlicher Lebensformen und Entwicklungen der Vergangenheit. Ziel des Geschichtsunterrichts ist es, den Schülerinnen und Schülern das nötige Rüstzeug für eine eigenständige Erarbeitung historischer Ereignisse und Entwicklungen an die Hand zu geben. Das bedeutet, dass gezielt historische Methoden und Kompetenzen wie die Analyse und Interpretation bildlicher, schriftlicher und gegenständlicher Quellen, die Auswertung von Schaubildern und Statistiken sowie die Arbeit mit Geschichtskarten trainiert werden.

Geschichte wird ab der Jahrgangsstufe 6 mit zwei Wochenstunden unterrichtet und ist bis zum Abitur Pflichtfach. Übergreifendes Ziel der Jahrgangsstufen 6 - 10 ist es, den Schülerinnen und Schülern einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse, Entwicklungen und Strukturen von den Anfängen der Menschheit bis in die Gegenwart zu verschaffen und eine solide Basis an Grundwissen aufzubauen. Um den Schülerinnen und Schülern eine Orientierung in der Geschichte zu ermöglichen und ein Verständnis von Zeit aufzubauen, geschieht dies im chronologischen Durchlauf.

Dabei legt die Fachschaft Geschichte des Gymnasiums Grünwald besonderen Wert auf kreative Arbeiten, die den Interessen der Schülerinnen und Schüler entsprechen. Auch außerschulische Lernorte wie Museen werden in den Lernprozess miteinbezogen. Thematisch steht die deutsche und europäische Geschichte im Mittelpunkt des Geschichtsunterrichts, ohne dabei die übrige Weltgeschichte auszuschließen.

 In den Jahrgangsstufen 11 und 12 lösen sich die Schülerinnen und Schüler von der chronologischen Betrachtung der Geschichte und untersuchen spezifische Phänomene und ihre Entwicklung über die Epochen hinweg, stellen Fallstudien an oder betrachten einen begrenzten Zeitraum in seiner vollen Komplexität.

 

Ab der Jahrgangsstufe 7 wird Geschichte in Epochen unterrichtet: Für jeweils sechs Wochen haben die Schülerinnen und Schüler vier statt zwei Wochenstunden Geschichte, dann sechs Wochen „Pause“ von Geschichte usw. So müssen sich die Schülerinnen und Schüler nicht auf eine Vielzahl von Fächern vorbereiten und können sich in den sechs Wochen tiefer mit Geschichte auseinandersetzen, als dies in zwei Wochenstunden möglich wäre. Erste Erfahrungen zeigen, dass auch nach der sechswöchigen „Pause“ das Wissen aus der vergangenen Epoche noch sehr präsent ist und damit nachhaltiger gelernt wird.

 

Grundwissen und Checklisten als PDF-Downloads:

Die Grundwissensdokumente finden unserer Schülerinnen und Schüler in einem mebis-Kurs (mebis.bayern.de). Der Kurs befindet sich im Schulbereich des Gymnasiums Grünwald unter Unterrichtsfächer. Der Einschreibeschlüssel kann bei jedem Fachlehrer erfragt werden. 

 

Nützliche Links (externe Links):

Geografie

Geografie ist ein grundlegendes Fach, das dazu beiträgt, die Prozesse auf und in der Erde zu verstehen. „Ziel [des Fachs Geografie] ist es, die Erde als Lebensgrundlage des Menschen in ihrer Einzigartigkeit, Vielfalt und Verletzlichkeit zu begreifen und verantwortungsbewusst mit ihr umzugehen.“ Geleitet von dieser Maxime aus dem bayerischen Lehrplan möchten wir als Fachschaft Geografie dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler am Gymnasium Grünwald ein Weltbild entwickeln und die Grundlage für eine breit gefächerte und vertiefte Allgemeinbildung geschaffen wird. In unserer globalisierten Welt wird es immer schwieriger, sich zu orientieren und Zusammenhänge zu erkennen. Zum Verständnis unserer komplexen Welt ist deshalb eine ganzheitliche Betrachtungsweise unabdingbar, um die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Natur auf globaler, regionaler und lokaler Ebene aufzuzeigen. Dabei werden  fächerübergreifend Erkenntnisse und Arbeitsmethoden aus den Natur- und Gesellschaftswissenschaften miteinander verbunden. 

 „Die Erde hat genug für die Bedürfnisse eines jeden Menschen, aber nicht für seine Gier.“

Aus diesem Zitat von Mahatma Gandhi lassen sich die grundlegenden Herausforderungen des 21. Jahrhunderts ableiten, die das Fach Geografie neben den naturgeographischen Lerninhalten aufzeigt:

  • die Gewährleistung der natürlichen Existenzgrundlagen für uns und unsere Folgegenerationen durch nachhaltiges Wirtschaften sowie durch ein Handeln, das ökologisch und sozialverträglich ist,
  • die Erkenntnis von Chancen und Risiken, die mit der zunehmenden Globalisierung, aber auch der Regionalisierung einhergehen,
  • ein verantwortungsbewusstes Handeln zur Schaffung zukunftsfähiger Lebensverhältnisse und damit verbunden der Abbau von Disparitäten auf verschiedenen Maßstabsebenen
  • die Sicherung eines friedvollen Umgangs miteinander, das vom interkulturellen Verständnis geprägt ist.

Um die Schülerinnen und Schüler für unsere Umwelt zu sensibilisieren und für die Geografie zu motivieren, bieten wir für die mittleren Jahrgangsstufen die Teilnahme am „Diercke-Wissen“ Wettbewerb an und organisieren verschiedene Exkursionen, z.B. die Besichtigung eines Bauernhofs in Klasse 5. Zentrale Aufgabe des geografischen Unterrichts ist außerdem die Vermittlung und Anwendung von fachspezifischen Arbeitsmethoden und die Entwicklung einer Präsentations- und Medienkompetenz. Am Gymnasium Grünwald werden daher sowohl klassische geografische Medien, wie z.B. Karten und Atlanten, als auch digitales Kartenmaterial, ein Online-Globus, Google Earth und vieles mehr eingesetzt. Dank der mit Whiteboard und Beamer ausgestatteten Klassenzimmer und das umfangreiche Medienangebot können wir auf exzellente Voraussetzungen für den Unterricht zurückgreifen. 

Französisch

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Unterricht

«L’image la plus exacte de l’esprit français est la langue française elle-même.» (Désiré Nisard)

Französisch wird an unserem Gymnasium als 2. Fremdsprache ab Jahrgangsstufe 6 und als 3. Fremdsprache ab Jahrgangsstufe 8 angeboten. Es gibt viele gute Gründe, Französisch zu wählen. Dabei unterscheiden sich die Argumente für die Wahl der französischen Sprache als 2. oder 3. Fremdsprache allein in den Vorlieben Ihres Kindes, der Zweigwahl und der Vorbereitung auf die Berufswelt. Die Förderung der Kommunikationsfähigkeit, intellektueller Fähigkeiten, Kreativität und das Verständnis eines Kulturkreises stehen im Vordergrund des gymnasialen Französischunterrichts. Basierend auf dieser Erschließung des Kulturkreises werden die Schüler zur Verständigung, Kooperation und Verantwortung angesichts der vielfältigen Herausforderungen unserer Zeit, denen ausschließlich mit internationaler Zusammenarbeit begegnet werden kann, erzogen (aus KWMBI I So.-Nr.3/1990).

Lehrwerk und Übungsmaterial

Wir arbeiten in F2 mit den Lehrwerken Découvertes(G8) und A plus ! – Nouvelle édition (Bayern) (G9), in F3 mit Cours Intensif Neu (G8). Die Schulbuchverlage bieten ein breites Spektrum an Übungsmaterial. Sprechen Sie die Fachlehrkraft Ihres Kindes direkt an. Wir beraten Sie gern bei der sinnvollen Auswahl von zusätzlichem Übungsmaterial, um Gelerntes zu Hause zu vertiefen oder regelmäßig zu wiederholen. Unsere hauseigene Schülerbibliothek bietet eine Auswahl an lehrwerksunabhängigen Lektüren in französischer Sprache für die Sprachniveaus A1 bis B2 zu Themen der jugendlichen Erfahrungswelt. Diese Bücher dürfen entliehen werden und bieten so eine zusätzliche Förderung des sprachlichen Verständnisses neben dem Schulbuch in den Ferien. Auch hier beraten wir die Schüler gerne, welche Lektüre für sie geeignet ist.

 

DELF scolaire

Wir bieten einen Vorbereitungskurs sowie die Prüfungen für das DELF Sprachzertifikat für die Niveaustufen A1, A2, B1 und B2 an.

DELF (Diplôme d’ Études en Langue Française) ist ein international anerkanntes, staatliches Sprachzertifikat, das im Auftrag des französischen Erziehungsministeriums entwickelt wurde und Sprachkenntnisse bescheinigt, vor allem den Gebrauch der französischen Sprache in vielfältigen realistischen Situationen des alltäglichen Lebens. Teilnehmen können alle Französischlernenden, die nicht französische Staatsbürger sind. Insgesamt gibt es im schulischen Rahmen vier Niveaustufen (A1, A2, B1, B2), die den Stufen des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen ( www.europaeischer-referenzrahmen.de ) entsprechen. In allen DELF-Prüfungen von A1 bis B2 werden jeweils die vier Teilbereiche geprüft und bewertet, die auch im Lehrplan Französisch verankert sind: compréhension orale (Hörverstehen), compréhension écrite (Leseverstehen), production écrite (Textproduktion) und production orale (freies und gelenktes Sprechen). Das Sprachniveau B2 (höchstes Niveau im schulischen Bereich) ersetzt den Einstufungstest an französischen Hochschulen.

 

Englisch

Das Unterrichtsfach Englisch

“The limits of your language are the limits of your world“ (Ludwig Wittgenstein)

In einer zunehmend globalisierten Berufswelt werden internationale Teams und hohe Mobilität immer üblicher. Das bedeutet, dass wir häufiger mit anderen Wertesystemen, Erwartungen und Kulturen in Berührung kommen.  Englisch als gemeinsame Sprache ist unabdingbar und kann eine erfolgreiche Kommunikation in solchen Situationen gewährleisten. Darüber hinaus hat das Englische sich an renommierten Hochschulen weltweit als Verkehrssprache etabliert. Sowohl in der Lehre, als auch bei der Publikation von Abschlussarbeiten und Forschungsergebnissen ist es nicht mehr wegzudenken. Wer wahrgenommen werden will, publiziert auf Englisch. Dadurch wird eine differenzierte Sprachkompetenz im Englischen zur unverzichtbaren Voraussetzung für die Studierfähigkeit der Abiturientinnen und Abiturienten. Bezogen auf die geografische Streuung ist gegenwärtig keine Sprache so weit verbreitet wie Englisch. Es ist Amtssprache in 59 Ländern und zahlreichen internationalen Einrichtungen, wie der EU oder OECD. So kommt zur Rolle als Lingua franca in der Wirtschaft und Wissenschaft die wachsende Bedeutung des Englischen in der Politik und der internationalen Zusammenarbeit. Doch auch Sphären, die unseren Schülerinnen und Schülern näher liegen, sind durchdrungen von dieser Weltsprache. Englisch prägt die Alltagswelt, Unterhaltungsmedien und vor allem das Internet. Es ist beinahe allgegenwärtig und deshalb ist eine wichtige Aufgabe des Unterrichts, die Rolle des Englischen sowie die damit verbundenen Einflüsse bewusst zu machen. Indem der Unterricht Sensibilität im Umgang mit sprachlicher und kultureller Vielfalt vermittelt und zum Nachdenken über die eigene Situation und Lebensweise anregt, leistet er zudem einen wesentlichen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung der Jugendlichen.

 

❝Learning is a treasure that will follow its owner everywhere.❞
(chinesisches Sprichwort)

 

In einem praxis- und anwendungsorientierten Englischunterricht erwerben die Schülerinnen und Schüler am Gymnasium Grünwald die nötigen Kompetenzen, um vielfältige mündliche und schriftliche Kommunikationssituationen in Studium, Beruf und Privatleben sicher und flexibel zu bewältigen. Von besonderer Bedeutung ist hierbei neben dem Erlernen von Aussprache und Intonation sowie der Beherrschung grammatischer Strukturen der Erwerb eines umfangreichen und differenzierten Wortschatzes. Durch eine Vielfalt von Themen und Sprechanlässen soll der Englischunterricht den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit bieten, sich möglichst unbefangen in der Fremdsprache zu äußern.

 

Kernkompetenzen Englisch nach Jahrgangsstufen (eine Auswahl)

 

Jahrgangsstufe 5 (Stufe A1)

Du

  • kannst dich und deine Familie vorstellen, deinen Alltag beschreiben und einfache Informationen erfragen,
  • lernst einfache englische Texte zu verstehen und kurze, sehr einfache Texte selbst zu verfassen,
  • erfährst etwas darüber, wie die Menschen in den USA und dem Vereinten Königreich (UK) leben; z.B. wie sie Geburtstage feiern, wie man sich in einer fremden Stadt zurechtfindet
  • lernst grundlegende Techniken kennen, mit denen man Vokabeln und Grammatik lernen kann (z.B. Vokabel-Karteikasten, Internetseiten).

Wichtige Grammatik:

  • Einfache Form der Gegenwart (simple present): “I run to the bus station every morning.”
  • Verlaufsform der Gegenwart (present progressive): “But today I’m riding my bike.“
  • Einfache Form der Vergangenheit (simple past): “When I was young, I always ran to the bus station.“
  • Einfache Fragen, Antworten und Kurzantworten:
“Are you from London?”
“No, I’m not.“
“Where are you from?“
“I’m from Nottingham.“
  • Fragen mit do/does(und Fragewörtern) und (Kurz)Antworten:
„Do you like English?“
„Yes, I do.“
„What do you do after school?“
“I often play football with my friends, but first I always do my homework.“

 

Jahrgangsstufe 6 (Stufe A1+)

Du

  • lernst über die Schule, alltägliche Aktivitaten, Vorlieben und Abneigungen zu sprechen
  • lernst einfache englische Texte zu verstehen und einfache Texte selbst zu verfassen,
  • lernst etwas über kulturelle Besonderheiten, Unterschiede und Gemeinsamkeiten im englischen und amerikanischen Alltagsleben (Schulsysteme und Schulleben, Landleben USA, Urlaub)
  • wie du dir einen unbekannten englischen Text selbstständig erschließen kannst und wie du beim Verfassen eines englischen Textes vorgehen musst

Wichtige Grammatik:

  • Die zwei Formen der Zukunft (going to future; will future): „Next summer we’re going to fly to Istanbul.“; “I think this year Schalke 04 will win the Champions League.”
  • Verlaufsform der Vergangenheit (past progressive): „While I was watching the football match, it started to rain.“
  • Das Perfekt (present perfect): “Gaylord has just finished his homework.”
  • Steigerung von Adjektiven und Adverbien: big - bigger - biggest; good - better – best; slowly - more slowly - most slowly

 

Jahrgangsstufe 7 (Stufe A2)

Du

  • lernst über persönliche Probleme und deine Freizeitgestaltung zu sprechen und dich im englischsprachigen Ausland zu verständigen und dich an Diskussionen zu beteiligen,
  • lernst längere englische Texte zu verstehen und selbst zu verfassen,
  • lernst den systematischen Umgang mit Texten (Charaktere beschreiben, Texte bewerten und Meinungen äußern) 

Wichtige Grammatik:

  • Die Verlaufsform des Perfekt (present perfect progressive): „I’ve been waiting here for 20 minutes.“
  • Das Plusquamperfekt (past perfect): „When I arrived at the party, Gaylord had eaten all the food.“; “I was tired because I had been driving all day.”
  • Das Passiv (the passive) in allenZeitformen: „After the party Gaylord was arrested.“
  • Bedingungssätze (conditional sentences, type I and II):
“If it rains, we’ll go to the cinema.”
“If there was no internet, I would read a book.”
  • IndirekteRede (indirect/reported speech):
Pamela Martha: “Gaylord, I will call you tomorrow.”  
“Gaylord told his mother that Pamela Martha would call him the next day.”

 

Jahrgangsstufe 8 (Stufe A2+)

Du

  • lernst in der Fremdsprache zu diskutieren, zu dolmetschen und Referate und kurze Präsentationen zu halten
  • lernst, längere und schwierigere Texte zu verstehen und zu analysieren wie auch selbst welche zu verfassen
  • lernst eigene Fehler zu erkennen und auch, wie du sie beheben kannst 

Wichtige Grammatik:

  • Die Verlaufsform des Passivs (the progressive form of the passive):
“A new football stadium is being built.”
  • Bedingungssätze (conditional sentences: type III and mixed forms):
“If we had left earlier, we wouldn´t have missed the bus.”
“If Gaylord didn´t speak English so well, he wouldn´t have found such a good job.”
  • Verwendung des unbestimmten (indefinite article) und bestimmten (definite article) Artikels:
“Marco is an Italian."
“The Italian pizza I had yesterday was execellent.”
  • Das Gerundium (als Subjekt und Objekt des Satzes, nach Präpositionen und bestimmten Wendungen:
“Playing the piano is what I like most.”
“Gaylord enjoys playing tennis.”
“I´m very interested in travelling.”
“It isn´t worth waiting for her. She´s always late.”

 

Jahrgangsstufe 9 (Stufe B1)

Du

  • lernst, wie man Telefongespräche auf Englisch führt und wie du deine Sprechweise deinen Gesprächspartnern anpassen kannst (Bewerbungsgespräch, Gespräch unter Freunden),
  • lernst komplexere, auch authentische Texte zu verstehen (z.B. Zeitungstexte und Kurzgeschichten),
  • lernst anspruchsvollere englische Texte zu verstehen und selbst zu verfassen,
  • gewinnst Einblicke in Aspekte der Jugendkultur, der Arbeits- und Berufswelt (Bewerbungsschreiben auf Englisch verfassen, Bewerbungsgespräche führen)

Wichtige Grammatik:

  • Verschiedene Möglichkeiten zur Wiedergabe der Zukunft (present progressive with future meaning; simple present with future meaning; future progessive; future perfect):
“What are you doing at the weekend, Gaylord?” “Tomorrow evening I’m going to a rock concert.” fest geplante Ereignisse
“Gaylord, when does our train leave?” “It leaves at 17.00.” feste Termine, auf die man selbst keinen Einfluss hat
“This time next week Gaylord will be watching the match FC Bayern versus 1860 Munich.” zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft wird etwas gerade im Gange sein
“By the end of July Gaylord will have finished all his exams.” zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft wird eine Handlung bereits abgeschlossen sein
  • Gerund oder Infinitivnach bestimmten Verben
“After an hour Gaylord stopped playing the guitar.”
“Gaylord stopped to make a phone call.”
  • Partizipien und Partizipialkonstruktionen
“The actor who plays ‘Gaylord Focker’ in the movie ‘Meet the parents’ is Ben Stiller.” 
“The actor playing ‘Gaylord Focker’ in the movie ‘Meet the parents’ is Ben Stiller.”


 

Jahrgangsstufe 10 (Stufe B1+)

Du

  • erhältst die Kenntnisse und Fertigkeiten, die zur formalen und inhaltlichen Erschließung nicht-fiktionaler und fiktionaler Texte erforderlich sind, d.h. du setzt dich mit textanalytischen Fragestellungen ebenso auseinander wie mit Aufgaben zu Stil und Form-Inhalt-Beziehungen
  • lernst längere und thematisch anspruchsvollere Texte zu erstellen; neue Textsorten sind hier z.B. Comment/Argumentative Essay oder News Writing
  • verwendest das einsprachige Wörterbuch zur Texterschließung und Texterstellung
  • lernst Informationen selbständig zu beschaffen und sie kritisch auszuwerten

Wichtige Grammatik:

  • In dieser Jahrgangsstufe wird nur noch wenig neue Grammatik eingeführt. Stattdessen findet eine zusammenfassende Wiederholung der wichtigsten und fehlerträchtigsten, bereits bekannten Strukturen statt.
  • Der Schwerpunkt im Bereich der Grammatik liegt auf der Fehlervermeidung bei der eigenen Texterstellung, sodass der Grammatik eine eher dienende Funktion zukommt.
  • Konkret werden die folgenden Aspekte näher betrachtet:
  • Talking about the past: also die richtige Verwendung von pasttense und presentperfect
  • Expressing Conditions and Consequences: Wiederholung der drei Typen von Bedingungssätzen
  • Using modal auxiliaries: hier wird zum Beispiel auf den richtigen Ausdruck des deutschen Wortes „sollen“ eingegangen
  • Describing things: richtige und vielfältige Verwendung von Adjektiven und Adverbien
  • Linking ideas: hier liegt ein Schwerpunkt auf der richtigen Verwendung von Partizipialkonstruktionen (z.B. In addition to going …)
  • Advanced style: dieser Punkt hat hauptsächlich mit dem Einführen des Subjunctive zu tun (z.B. If I were you, …)

Deutsch

Geradezu selbstverständlich erscheint das Fach Deutsch im Stundenplan aller Jahrgangsstufen und ist (neben Mathematik) verpflichtendes schriftliches Abiturfach. Für die Schüler/-innen bedeutet dies, dass sie die Schulaufgaben i.d.R. als „Aufsätze“ besonders im Blick haben, sich mit Grammatik als Gegenstand der deutschen Sprache auseinandersetzen und mindestens einmal im Jahr eine Lektüre bearbeiten. Das allein ist aber nicht genug: weder für die Lernenden noch für die Lehrenden – und letztlich auch nicht für unsere Gesellschaft! „Der Deutschunterricht am Gymnasium ermöglicht durch die intensive Beschäftigung mit Sprache und Literatur kommunikative Kompetenz, kulturelle und ästhetische Bildung sowie Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. […]“ – So beschreibt es das Fachprofil des aktuell gültigen Lehrplans für das Gymnasium in Bayern (externer Link). Die Fachschaft Deutsch versteht das als Aufforderung. Die Schüler und Schülerinnen sollen durch ein vertieftes Verständnis der deutschen Sprache dazu befähigt werden, sich Sachverhalte aus allen Fachgebieten anzueignen und die Grenzen der eigenen Welt ständig zu erweitern. Dadurch werden sie zu Mitgliedern der Gemeinschaft, die die Welt mitgestalten können.

Sprechen

Szenisches Gestalten literarischer Texte gehört wie das wirkungsvolle Vortragen vorgegebener oder selbst verfasster Texte zum Kern des Deutschunterrichts, aber auch das freie Sprechen wird ab der 5. Jahrgangsstufe an unserem Gymnasium geübt: So haben sich in den Jahrgangsstufen 5 und 6 kurze Buchvorstellungen etabliert, bei denen die Schüler/-innen nicht nur frei (oder aus einer vorgegebenen Liste) gewählte Bücher vorstellen, sondern gleichfalls wichtige Kompetenzen im Bereich der freien Rede erlernen. In Jahrgangsstufe 7 und 8 steht diese dann vielfach im Rahmen von kleineren Rede- bzw. Diskussionsbeiträgen im Mittelpunkt.  In der 9. Jahrgangsstufe wird auf Kurzpräsentationen, Buchvorstellungen und freien Vortrag ebenfalls großer Wert gelegt. Hier erlernen die Schülerinnen den Umgang mit rhetorischen Mitteln beim Analysieren und Verfassen von Reden. Sie sollen die Kniffe der Redekunst sowohl erkennen als auch selbst nutzen können.Wichtig ist dabei stets ergänzend die Reflexion über das, was, und vor allem, wie es vorgetragen wurde: In kleinen Schritten lernen die Jugendlichen, anderen Rückmeldung zu geben – so trainieren sie die Feedback-Regeln in konkreter Anwendung und sind dazu angehalten, dem / der Vortragenden aufmerksam zuzuhören.  

 

Schreiben

Der Entwurf eines Schreibprogramms zählt zu den wichtigsten Aufgaben der Fachschaft. Inzwischen ist für die Jahrgangsstufen 5 bis 9 ein konkreter Rahmen für die in den Schulaufgaben geforderten und in Varianten umzusetzenden Schreibformen gefunden. Den Schülern/-innen gibt dies Sicherheit und den Lehrkräften Planungshilfe für die Pflichtelemente eines Schuljahres. Ergänzt wird dies durch Betätigungen im Bereich des kreativen und gestalterischen Schreibens. Diese haben ebenfalls ihren Platz im regulären Unterricht, wenngleich v. a. im Rahmen der Pluskurs-Intensivierungsgruppen wie auch durch die Wahlkurse „Kreatives Schreiben“ und „Schülerzeitung“ entsprechende Fähigkeiten der Jugendlichen besonders gefördert werden.

 

Sprache untersuchen, verwenden und gestalten – Sprachbetrachtung

 „Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt“, sagte schon Ludwig Wittgenstein. Sprachkompetenz bedeutet Handlungskompetenz und zählt zu den grundlegenden Zielen des Deutschunterrichts. In den ersten Jahrgangsstufen wird die Sprachbetrachtung eher spielerisch gestaltet. Schüler/-innen der 8. Klasse setzen sich z.B. mit verschiedenen Dialekten auseinander, während in der 9. Klasse Soziolekte in den Vordergrund treten. Auf diese Weise lernen die Schüler/-innen ihren Umgang mit Sprache zu reflektieren und diese bewusst einzusetzen.

 

Sich mit Literatur und Sachtexten auseinandersetzen

Neben Sachtexten – etwa bei den Jahrgangsstufentests – bestimmen die literarischen Gattungen eine Vielzahl von Klassenprojekten. Die sog. Klassenlektüre ist in allen Jahrgangsstufen verpflichtend, wobei manchmal das reine Leseerlebnis, manchmal die Auseinandersetzung mit den Inhalten und der Gestaltung des Werks im Rahmen einer Portfolio-Arbeit im Mittelpunkt steht. In der 6. Jahrgangsstufe zählt die Teilnahme am „Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels“ zu wichtigen Aktivitäten. Da das Fach Deutsch als Leitfach besonders die Lesekompetenz der Schüler/-innen fördern möchte, erarbeitet die Fachschaft aktuell ein Leseförderungskonzept in Anlehnung an das vom ISB empfohlene Konzept „mehr lesen – mehr verstehen“ (externer Link). Zudem lesen am „Welttag des Buches“ Lehrkräfte und Schüler/-innen verstärkt im Unterricht vor und beleben in den Pausen das Schulhaus als Vorlesende.

 

Medien nutzen und reflektieren

Dem Anspruch eines Leitfaches gemäß bringt sich die Fachschaft Deutsch bei der Erstellung des hauseigenen Methoden- und Mediencurriculums ein – vieles ist hierbei noch im statu nascendi, manches schon etabliert. Einen festen Punkt im „Veranstaltungsprogramm“ des Deutschunterrichts der 5. Klassen stellt der Besuch unserer Schülerbibliothek dar. Konkrete Projekte in der 9. Jahrgangsstufe sind die Vermittlung der Kompetenzen zur Erstellung einer Kurzthese und der Erarbeitung von Bewerbungsunterlagen für ein Betriebspraktikum am PC.

 

Fazit zum Fach Deutsch am Gymnasium Grünwald

Die Vielfalt der beschriebenen Projekte – von der öffentlichen Teilnahme an Wettbewerben bis hin zu bestaunenswerten Einzelergebnissen im Klassenzimmer – macht deutlich: Deutsch ist nicht nur ein wichtiges Leitfach auf dem Weg zum Abitur, es ist auch ein facettenreiches Fach, das Impulse für den Lebensweg des / der einzelnen Schülers/-in geben kann und einen wichtigen Beitrag zur Schulkultur zu leisten vermag. 

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